Zum Hauptinhalt springen
Barrierefreiheitsmenü (CTRL+U)
Kontrast ändern
Links hervorheben
Animationen stoppen
Text vergrößern
Textbreite
Zeilenhöhe
Einstellungen zurücksetzen

Welchen Stecker soll man für die Anhängerkupplung wählen, 7-polig oder 13-polig?

Der Einbau einer Anhängerkupplung umfasst nicht nur die mechanische Befestigung, sondern auch den Anschluss der elektrischen Anlage. Über diese wird die Stromversorgung für die Beleuchtung des Anhängers oder des Fahrradträgers gewährleistet. Zur Auswahl stehen vor allem zwei Steckdosensysteme: 7-polig und 13-polig. Welches davon ist das richtige?

 

7-poliger Stecker – wann reicht er aus?

Die Wahl des Steckers sollte in erster Linie davon abhängen, wie wir die Anhängerkupplung nutzen wollen. Ein wesentlicher Unterschied zwischen den Lösungen betrifft unter anderem das Rückfahrlicht. Der 7-polige Standard sieht dessen Anschluss nicht vor, während die 13-polige Buchse über einen zusätzlichen Kontakt verfügt, der genau für dieses Licht vorgesehen ist.

Dies ist beim Ziehen schwererer Anhänger von Bedeutung. Bei Anhängern mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 750 kg ist die Ausstattung mit einem Rückfahrlicht vorgeschrieben. Daher ist für diesen Anwendungsfall eine 13-polige Installation die richtige Wahl. Für leichte Anhänger hingegen, deren zulässiges Gesamtgewicht 750 kg nicht überschreitet, kann ein 7-poliger Kabelbaum im Grunde ausreichend sein.

 

Fahrradträger – definitiv 13-polig

Der 13-polige Stecker ist auch die richtige Wahl für Nutzer von Fahrradträgern, die an der Anhängerkupplung montiert werden. Ein solcher Fahrradträger muss den Betrieb der dem Fahrzeug entsprechenden Beleuchtung ermöglichen, darunter Standlicht, Blinker, Bremslicht, Nebelscheinwerfer und Rückfahrlicht.

Aus diesem Grund sollten sich Personen, die den regelmäßigen Transport von Fahrrädern auf einer Fahrradträgerplattform planen, für eine 13-PIN-Buchse entscheiden. Diese gewährleistet die Unterstützung aller erforderlichen Beleuchtungsfunktionen.

 

Wohnwagen

Der 13-polige Stecker eignet sich auch für komplexere Anwendungen, insbesondere bei Wohnwagen. Neben der Steuerung des Rückfahrlichts ermöglicht er die Nutzung zusätzlicher Stromkreise, z. B. zum Laden der Wohnwagenbatterie oder zur kontinuierlichen Stromversorgung der im Innenraum befindlichen Geräte.

Wer bereits über eine 7-polige Steckdose verfügt, aber gelegentlich ein Gerät mit einem 13-poligen Stecker anschließen muss, kann einen speziellen Adapter verwenden. Dabei ist jedoch zu beachten, dass eine solche Lösung nicht immer die volle Funktionalität einer 13-poligen Anlage gewährleistet. Der Funktionsumfang des Adapters hängt von der verwendeten Lösung und dem jeweiligen Fahrzeugmodell ab.

 

Wann wird ein elektrisches Modul benötigt?

Moderne Fahrzeuge verfügen über immer komplexere elektrisches Systeme, weshalb der Kabelbaum allein nicht immer ausreicht. Je nach Fahrzeugkonstruktion kann für den Einbau ein Steuermodul erforderlich sein, das für die korrekte Kommunikation zwischen der Anhängerkupplungsanlage und der Fahrzeugelektronik sorgt.

Eine solche Lösung ist besonders wichtig bei Fahrzeugen, die mit einem CAN-Bus, dem Beleuchtungssteuerungssystem „Check Control“ oder Parksensoren ausgestattet sind. Im letzteren Fall kann eine entsprechend ausgewählte Anlage das automatische Ausschalten der hinteren Sensoren ermöglichen, sobald der Stecker des Anhängers angeschlossen wird.

Vor der Auswahl eines Kabelbaums sollte man daher nicht nur den Typ des Geräts prüfen, das an die Anhängerkupplung angeschlossen werden soll, sondern auch die Ausstattung und Elektronik des jeweiligen Fahrzeugs.

Siehe auch